Geschichte

Der Ort Hohenhameln und die Junggesellschaft haben eine spezielle Gemeinsamkeit, in beiden Fällen lässt sich das tatsächliche Alter nicht genau ermitteln.

Die älteste Urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1146. Dabei handelt es sich um eine Landüberschreibung des Bischofs Bernhard, in der geschrieben steht:”in Sutherem (iuxta Hamele)”, was übersetzt in Hochdeutsch “in Soßmar bei Hohenhameln” heißt. Dies Rechtfertigt die Annahme, dass Hohenhameln bereits damals ein bedeutender Ort war und das Gründungsjahr weit vor dieser Urkundlichen Erwähnung liegt. So ähnlich mag es sich auch mit dem Alter der Hohenhamelner Junggesellschaft verhalten. Aus der Inschrift unserer Vereinsfahne geht hervor, dass die Gründung im Jahre 1854 erfolgte.

Was aber war der Grund dieser “Vereinigung von Junggesellen”? Wo wurde diese Gründung besiegelt? Fanden vorher schon irgendwelche Aktivitäten statt?

Man könnte diese Reihe von Fragen endlos fortführen. Wir haben versucht, Licht in das Dunkel zu bringen und haben einige “Alt-Junggesellen" dazu befragt. Die Standard-Antwort auf die meißten Fragen war jedoch:”Das war schon immer so”. Was die Geschichte der Junggesellschaft vor den beiden Weltkriegen betrifft, lassen sich nur wage Vermutungen anstellen. Viele historische Dokumente und Utensilien sind verschollen oder zerstört worden. Aufgrund der Entwicklung ähnlicher ausgerichteter Vereinigungen im Peiner Land, ist aber die Annahme gerechtfertigt, dass sich auch in Hohenhameln junge unverheiratete Burschen, denen die Geselligkeit am Herzen lag, zusammengeschlossen haben. Aus dieser Gemeinschaft ist im Laufe der Zeit die Hohenhamelner Junggesellschaft hervorgegangen. Seit 1953 ist als Vereinskleidung eine weiße Jacke festgeschrieben, um bei Umzügen ein Einheitliches Bild zu geben. Die erste Ausstattung wurde bei Fa. Edmund Koch in Hohenhameln erworben. Um nicht in ständiger Verwechslung mit Kellnern zu unterliegen, wird seit 1978 das Vereinsabzeichen an der Jacke getragen. Anhand der ältesten noch vorhandenen Statuten, können wir eines mit Gewissheit sagen: Die Junggesellschaft wurde gegründet um “FESTE” zu feiern! Denn in Punkt 4 der Statuten von 1953 steht: “Die Hohenhamelner Junggesellschaft ist kein eingetragener Verein, sondern eine Vereinigung von Junggesellen in einer Festgemeinschaft.” Und dies hat noch immer Bestand.

Zu welchem genauen Zeitpunkt sich die Junggesellen nach dem Krieg wieder getroffen haben, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Vereinsfahne überdauerte den Krieg zumindest bei der Mutter von Albert Borsum unter dem Kohlenvorrat und stand dort den alten und neuen Mitgliedern nach dem Krieg zur Verfügung.

Vergleicht man die aktuellen Statuten von 2011 mit denen von 1953, so kann man feststellen, dass sich die Werte der Gründungszeit durchgesetzt und noch immer ihre Gültigkeit haben. Als Beispiel sei hier erwähnt, dass die Junggesellschaft keine politischen und konfessionellen Ziele verfolgt und die Mitgliedschaft davon unabhängig ist. Sehr viel Wert wird auf die Traditionen und deren Erhaltung gesetzt. Große Bedeutung hat dabei die Durchfürhrung der zwei großen Feste im Jahr: FASTNACHT und SCHÜTZENFEST. Der Vorstand und die Junggesellschaft hat darauf hinzuarbeiten, die Leitung beider Feste niemals aus der Hand zu geben”!

Die Hohenhamelner Junggesellschaft leistet dadurch und mit der Beteiligung an weiteren örtlichen Veranstaltungen einen aktiven Beitrag zum dörflichen Zusammenleben in Hohenhameln.